Das britische Ministerium für Kultur, Medien und Sport (DCMS) hat eine achtwöchige Konsultation zu einem möglichen Verbot von Sport-Sponsoring durch lizenzlose Glücksspielanbieter eingeleitet. Der Vorschlag zielt darauf ab, sekundäre Rechtsvorschriften einzuführen, die diese Vereinbarungen als strafbare Handlungen einstufen würden.
Die Konsultation befasst sich mit Bedenken lizenzierter Unternehmen wie Entain hinsichtlich des Wettbewerbs durch nicht regulierte Akteure. Die Frage ist im englischen Fußball nach dem Rückzug von TGP Europe aus dem britischen Markt infolge einer Geldstrafe in Höhe von 3,3 Mio. £ an Prominenz gewonnen. Für die kommende Saison führt die Premier League ein freiwilliges Verbot von Glücksspiel-Logos auf der Vorderseite der Trikots ein, wobei Logos an den Ärmeln verbleiben dürfen, wie bei Evertons neuem Vertrag mit Stake zu sehen ist.
Gesetzliche Maßnahmen und Umfang
Die vorgeschlagene Gesetzgebung soll Sportverbänden untersagen, Sponsoringvereinbarungen mit Anbietern einzugehen, die über keine Lizenz der British Gambling Commission verfügen. Das DCMS führt den Spielerschutz, die Marktintegrität und die Verringerung von Geldwäsche als Hauptbegründungen an. Nach den neuen Regeln könnten Verstöße zu täglichen Geldbußen führen.
White-Label-Vereinbarungen, die derzeit bestehenden Richtlinien entsprechen, sind von diesem ersten Vorschlag ausgenommen.
Die Konsultation richtet sich hauptsächlich auf Stadionwerbung, während Ofcom Werbetausstrahlungen separat behandeln wird. Regulierungsbehörden haben zuvor auf Geo-Blocking zur Kontrolle lizenzloser Anbieter zurückgegriffen, doch Stakeholder argumentieren, dass diese Methode aufgrund der weitverbreiteten Nutzung von VPNs durch Fans unzureichend ist.